Aktuelle Informationen zur Situation des tierärztlichen Notdienstes

 

Wie Sie eventuell aus der Presse bereits erfahren haben, wird die Situation des tierärztlichen Notdienstes zunehmend schwieriger. Das Problem ist, dass auf Grund der Mindestlohnbestimmungen und weiterer gesetzlichen Regelungen im Arbeitszeitgesetz ein Notdienst rund um die Uhr nur sehr schwer zu gewährleisten ist. Eine Ausnahmeregelung, wie sie für Humanmediziner besteht, ist für Tierärzte gesetzlich nicht vorgesehen, so dass Verstöße dagegen mit hohen Bußgeldern belegt werden. Unser Berufsverband setzt sich zwar für eine Änderung der Gesetzeslage ein, aber das kann bekanntlich dauern. Aus diesen Gründen haben die Kliniken nun einen wesentlich höheren Personalbedarf um einen ordentlichen Notdienst zu gewährleisten. Wenn früher ein Kollege ein ganzes Wochenende durchgehend Dienst hatte (von Freitagabend bis Montagmorgen), werden dafür jetzt 5-6 Kollegen benötigt. Das bedeutet für die Kliniken eine deutlich höhere Personaldecke und erheblich höhere finanzielle Belastungen.  Das wirkt sich letzendlich in deutlich gestiegenen Gebühren während der Notdienstzeiten aus. Aus diesen Gründen haben einige Kliniken ihren Klinikstatus aufgegeben und bieten keinen 24 h Notdienst  mehr an. Die Kliniken, die weiter einen Notdienst anbieten, müssen die Gebühren für den Notdienst deutlich anheben. Die Kliniken bitten daher um Ihr Verständnis für die Situation.

 

Aus diesen Gründen bitten die Kliniken auch darum, Sie darauf hinzuweisen, dass der Notdienst auch wirklich für Notfälle frei gedacht ist. Natürlich ist es für Sie nicht immer sicher, einzuschätzen, ob es sich um einen dringenden Notfall handelt. Es ist aber sicherlich ratsam, im Zweifelsfall noch vor dem Wochenende einen Tierarzt aufzusuchen, wenn Ihr Tier bereits länger erkrankt ist. Im Notdienst findet außerdem auch nur eine reine Notfallbehandlung durch die entsprechenden Notfallmediziner statt. Eine eingehende Abklärung des Krankheitsgeschehens erfolgt dann in der Regel während der regulären Öffnungszeiten.

Die Problematik der Notdienste tritt durch die geänderte gesetzliche Regelung jetzt zu Tage. Darum möchte ich auch noch einmal darauf hinweisen, dass wir Tierärzte Jahre- bzw Jahrzehntelang den tierärztlichen Notdienst kostenlos angeboten haben. Das bedeutet, dass die Notdienstbereitschaft in der Regel nicht vergütet wurde -weder als Arbeitszeit noch in Form von irgendwelchen Wochenend- oder Schichtzulagen. Nur dadurch war es überhaupt möglich, zu vergleichsweise günstigen Preisen einen tierärztlichen Notdienst anzubieten. All die Kollegen, die das bisher geleistet haben verdienen ein riesengroßes Dankeschön dafür ! 

 

 

Aktuelle Informationen zur Zeckensaison

 

Wir beraten Sie gerne ausführlich, wie Sie den Zeckenschutz und den Schutz vor den von Zecken übertragenen Krankheiten bei Ihrem Tier am besten gestalten. Mir liegt es allerdings am Herzen, dass Sie sich vorab schon einmal Gedanken dazu machen.

 

Im Prinzip ist es klar, was wir wollen. Wir möchten, dass die Zecken unsere Tiere gar nicht erst befallen und somit auch nicht mit ins Haus gebracht werden oder eine der vielen Krankheiten übertragen. Auf der anderen Seite möchten wir, dass weder wir als Mitmenschen noch unsere Tiere selber mit schädlichen oder sogar giftigen Stoffen in Berührung kommen.

 

Soweit so gut. Leider gibt es, wie so immer im Leben nicht die perfekte Lösung.

 

Was passiert, wenn ein Hund oder eine Katze durch eine Wiese läuft, in der eine Zecke auf ihre Opfer warten? Zunächst wird die Zecke passiv von den Tieren von den Grashalmen und Sträuchern abgestrichen. Die Zecke läuft dann auf dem Tier umher und sucht sich eine gute Stelle zum beißen, bevor sie sich endgültig festsaugen und dabei auch Krankheiten übertragen kann.

Idealer Weise sollte die Zecke nun direkt nach dem Kontakt mit Ihrem Tier und bevor sie sich festsaugt, feststellen, dass dies nicht der ideale Ort ist und diesen wieder verlassen. Entweder krabbelt sie also von dem Hund oder der Katze wieder herunter oder sie wird abgetötet oder gelähmt und fällt herunter. Das Problem ist hierbei, dass die Zecken, wenn sie nicht schnell herunterkrabbeln oder abgetötet werden, von unseren Tieren ins Haus oder die Wohnung getragen werden und dort auf neue Opfer warten. Ein guter Zeckenschutz muss somit schnell genug wirken, dass die Zecke keine Chance mehr hat, sich ein neues Opfer - womöglich uns Menschen - zu suchen.

 

Und genau hier liegt das Problem. Entweder habe ich ein Mittel, dass zuverlässig die Zecke abtötet, dann ist es immer in irgendeiner Form ein "Gift" , sei es pflanzlich oder chemisch. Oder es wirkt nicht, dann ist es für Mensch und Tier harmlos, aber die Zecken können weiter Schaden anrichten. Gift ist immer eine Frage der Dosis. Idealerweise ist das Präparat, welches Sie anwenden also für die Zecke giftig und für Mensch und Tier völlig unschädlich. Im besten Fall, sind dann noch Wirksamkeit und Verträglichkeit nachgewiesen und belegt.

 

Wir müssen also Prioritäten setzen, was wir wollen. Soll der Hund möglichst wenig Zecken haben oder möglichst wenig Fremdstoffe aufnehmen? Oder wollen wir als Tierhalter möglichst wenig Kontakt zu dem Wirkstoff, oder soll lieber das Tier möglichst wenig von dem Wirkstoff aufnehem? Wollen wir ein Präparat, dass in seiner Wirksamkeit und Verträglichkeit getestet ist, in dem eine genau bemessene Menge an Wirkstoff verabreicht wird, oder wollen lieber ein Produkt, bei dem es keine verlässlichen Studien zu Nebenwirkungen oder Verträglichkeit gibt? Wollen wir die Zecken abtöten, oder dürfen sie weiterleben?

 

Sie sehen bereits, da gibt es viel zu entscheiden. Leider gibt es in der Natur niemals 100%. Es gibt also keine Wirkstoff, der 100% zuverlässig wirkt, überhaupt keine Nebenwirkungen hat, 100% verträglich ist und am besten noch natürlichen Ursprungs ist.

 

Wir sind Ihnen bei der Entscheidungsfindung gerne behilflich und beraten Sie gern.

 

 

Kaninchenimpfungen

 

Nach der Umstellung des Kaninchenimpfstoffes auf Filavac ist es derzeit leider nicht möglich, Sammelimpftermine für die Kombiimpfung Myxomatose und RHD 1/2 anzubieten. Filavac gibt es neben den Einzeldosen nur in Abpackungen zu 50 Impfdosen. Diese Mengen können wir in der vorgeschriebenen Zeit nicht unter vernünftigen und hygienischen Bedingungen verimpfen.

 

Von daher können Sie gerne und jederzeit mit Ihren Kaninchen zur Impfung in die Sprechstunde kommen, bzw. einen Termin vereinbaren.

 

 

Aktuelles ....

PRESSEMITTEILUNG Nr. 7/2015 vom 5. März 2015

 

Ist die Katze kastriert, darf sie aus dem Haus!

Bundestierärztekammer appelliert an Kommunen, ein Kastrationsgebot festzuschreiben

 

 

Bis zum „offiziellen“ Frühlingsbeginn am 20. März ist es zwar noch etwas hin, doch können Katzen ja keine Kalender lesen und sind schon jetzt in Paarungsstimmung: Die Bundestierärztekammer (BTK) bittet alle verantwortungsvollen Tierhalter darum, Kater und Katzen, die ins Freie dürfen, unbedingt kastrieren zu lassen.

 

„Mittlerweile dürfte man meinen, dass die Kastration ihres Tieres für die meisten Katzenhalter selbstverständlich ist. Doch leider scheint das nicht so zu sein, denn die Anzahl verwilderter Tiere nimmt nicht ab“, bedauert Prof. Dr. Theo Mantel. Als Gründe vermutet der Präsident der Bundestierärztekammer das Argument mancher „Tierfreunde“, nicht in die „Natur der Katze“ eingreifen zu wollen oder gar schlichtes Desinteresse nach dem Motto: „Ich lasse meine Katzen raus – was sie da treibt, interessiert mich nicht…“

 

Gründe, die gerade aus Sicht des Tierschutzes nicht nachvollziehbar seien, so Mantel: „Da eine Katze bereits mit vier bis sechs Monaten geschlechtsreif ist und pro Jahr zwei Würfe aufziehen kann, vergrößert sich die Population rasant. Die Jungtiere verwildern, niemand fühlt sich für sie verantwortlich. Sie leiden an Infektionskrankheiten wie Katzenseuche, Katzenschnupfen oder Katzen-Leukose, haben Würmer und sind unterernährt. Das kann sich doch kein Tierfreund wünschen!“

 

Eine bundeseinheitliche Kastrationspflicht für Freigänger-Katzen, für die sich die Bundestierärztekammer stark gemacht hat, gibt es auch mit dem novellierten Tierschutzgesetz nicht. Doch wurde darin für die Länder eine Rechtsgrundlage geschaffen, die Kastrationsgebote und Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht auch aus Tierschutzgründen ermöglicht. Städte und Gemeinden haben damit die Möglichkeit, gezielte Maßnahmen zu ergreifen. In mehr als 200 deutschen Städten und Gemeinden ist es bereits Pflicht, Katzen kastrieren und kennzeichnen zu lassen.

Die Bundestierärztekammer appelliert darum an die Kommunen, eine Kastrations- und Kennzeichnungspflicht zu beschließen, um damit weiteres Katzenelend zu verhindern und freilaufende Tiere eindeutig einem Besitzer zuordnen zu können.

 

 

 

Erste Hilfe Seminare

 

 

Der Termin für den nächsten Erste Hilfe Kurs steht leider noch nicht fest. Falls Sie Intersesse an einem Kurs haben, senden Sie uns doch bitte eine kurze Nachricht.

  

 

Bei unseren Erste Hilfe Seminaren legen wir besonderen Wert auf eine praxisnahe Gestaltung legen, beschränken wir die Teilnehmerzahl auf 5-7 Personen. Deshalb bitten wir um Voranmeldung.

 

Für Rückfragen, Teilnahmegebühren und Anmeldungen wenden Sie sich an das Praxisteam unter: 02102 / 849 249